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aus der schwäche stark werden... 10 minuten den bildschirm angeguckt, geheult, wieder aufgehört um gleich wieder anzufangen... verdammt ich seh nix mehr. zu allem und jedem immer nen spruch auf den lippen aber nu... wenns um mich geht nur großes schweigen. hab ich mir selber so wenig zu sagen? oh doch das hab ich wohl... aber es tut so schrecklich weh. ja der 'großen starken' frau tut ALLES weh. sie kapiert wie wenig schutz sie hätte aufbauen müssen, schutz der keiner war sondern falscher stolz und alte überlebensstrategien. war zum dumm das zu erkennen... mein gott, wie viele chancen hatte ich - zu viele als dass ich hier irgendwas entschuldigen könnte. nein, ich war zu bequem mich ernsthaft mit mir selber hinzusetzen, mich zu hinterfragen nach dem warum und weshalb - genau das was ich immer so propagiert habe... wie doof kann ein mensch nur sein. und das im vollen bewußtsein um diese eine einzigartige liebe die ich so nie wieder in den händen halten werde. nein, ich bin sehenden auges und mit erhobenem dummen, einfältigen haupt auf den abgrund zugerannt. was meinte ich verteidigen zu müssen?... verdammt da is ja gar nix. ein haufen arroganz und selbstgefälligkeit... und das meinte ich schützen zu müssen. wie armseelig ich unterwegs bin. der boden soll sich unter mir auftun und keine menschenseele soll sich je an mich erinnern. oh mann es geht mir so dreckig. ich kann nich mehr. ich will nich mehr... ein alptraum. hausgemacht. allein hier... in dieser wohnung, die so viele andere bedeutungen hatte als nur wohnung zu sein... und auch das radio kann die erdrückende stille nich überschreien. hab den kratzbaum in eins der bombenkrater gerückt, mieze guckt mich an und.... ach keine ahnung was die denkt, wills nich wissen. fühl mich selbst ihr gegenüber so jämmerlich. radio anschließen... war meine erste handlung nachdem die tür im schloss war. hab sogar gecheckt dass man da hinten ein antennenkabel reinstecken kann, super. raus auf den balkon um eine zu rauchen, hab nich die unmengen gezählt die ich mir von ihm schon 'ausgeliehen' hab. kann sie ihm auch nich mehr zurückgeben. gesessen und auf die straße geguckt... warum wohl. und doch so lächerlich zu meinen, dass... nee da kam niemand zurück. dann versucht mit miez zu spielen aber die is ja auch ich aus holz und hat mich nur fragend angeguckt. oh mann ich wünscht ich wär wie sie und könnt nur von jetzt auf nachher denken. ihre unbedarftheit hätt ich so gern, nee quatsch. aber jetzt schon. kein bock auf alkohol, wird alles nur noch schlimmer und der morgen kommt so oder so. ich will nich aufwachen und... merken dass tatsächlich alles so passiert is. mein herz is zerrissen... mein gott noch nie hab ich so gefühlt. sitz wohl schon über ne stunde an diesem eintrag... ka was ich jetzt mach. warten dass die zeit vergeht. er is jetzt *zu hause* ... noch vor keinen drei stunden hab ich auf seinem schoß gesessen und obwohl mir so klar war dass es kein zurück mehr gibt war ich so unglaublich glücklich nochmal diese nähe zu haben... hab fast schon vergessen können, dass er nicht mehr durch diese tür kommen wird. die schlüssel lagen schon auf dem regal... oh verdammt ich bin nur noch am heulen, wie soll ich da schreiben können. ich lasses jetzt.

8.2.08 23:06, kommentieren

ja ich hab geschlafen, fünf stunden am stück... nicht auf dem teppich, im bett und aufgewacht... den schlag mit der keule kommen sehen. aufwachen kann so grausam sein. draußen parkte ein auto ein... morgens halb sechs, eine autotür schlug zu, natürlich stand ich am fenster. hab ihm ne sms schreiben müssen, es ging nich anders und hab versucht meinen schmerz zu betäuben, ihm die wahrheit und nichts weniger und nichts mehr zu sagen. wie sonst auch... alles was ich gesagt habe war wahr, oh ja das war es. ich bin an anderen dingen in mir selbst gescheitert. hoffe er bekommt sie auch. und wenn nicht hat das schicksal tatsächlich was dagegen. diese stille hier, im schlafzimmer hallt es... genau wie zu der zeit des einzugs, als so vieles zwischen uns noch schwelte. als hätt jemand die zeit zurückgedreht und mich wohlwissend wieder da abesetzt, als hätte ich das heute nicht verdient. hab ich auch nicht verdient. er hat das passwort geändert und auch die tans mitgenommen. die keule, verdient. wollte etwas gemeinsames von uns besuchen, aber ich soll nicht mehr da rein.... wie naiv von mir zu glauben dass er mir vertrauen kann. was denk ich von mir... noch immer nix gelernt. und wieder am heulen mit der gewissheit meine hausaufgaben nicht gemacht zu haben. bin so froh die drei poster doch noch zu haben... weiß nich ob ich sie wieder aufhänge aber es tut gut, sie hier zu wissen. auf dem boden seine bücher, die stiege, unverändert, wie aus blei gegossen sieht alles aus. unverrückbar. das glas wasser noch im regal das ich mir gestern morgen holen musste... 'ich packe' hatte mir den mund zu sandpapier gemacht. marie braucht streu... wir, nein ich, hab keine milch mehr im haus. muss heut einkaufen, das erste mal katzenstreu ohne auto holen. und um bequemlichkeit geht es nicht... oh mann... grabesstille überall... keine leisen vertrauten geräusche von nebenan, er ist nich da und dreht sich auf die andere seite. nein, er ist nicht da und kommt auch nicht mir diese beängstigende stille zu nehmen. bitte lass es bald hell werden... ich werd noch verrückt.

1 Kommentar 9.2.08 06:25, kommentieren

hab nicht geahnt dass man so viel und ohne pause heulen kann. und wie oft hab ich mir heut gesagt 'fang an zu essen, iß was... ' kann mich nicht erinnern wann ich mir sowas zuletzt gesagt hab, aus voller überzeugung und besorgnis mir selbst gegenüber. es ging nicht... jetzt wo ich möchte kann ich nicht mehr. übel war mir vor hunger, kühlschrank auf kühlschrank zu, wieder auf, zu. unser letztes essen stand noch drin und ich wußte noch bevor ich es reinstell dass ichs nicht mehr anrühren werd. aber wegschmeißen undenkbar... eine der letzten erinnerungen. oh mann wo bin ich nur hingekommen. wie konnte ich nur so blind sein. hab mich heut morgen gewogen. jetzt hab ich meine 54. hurra. und nu? nie hab ich mich elender gefühlt. an der seele vorbeigehungert, einem ideal entgegen dass mich fast um den verstand gebracht hat. welch energie ich da reingesteckt hab. unfassbar. steh vorm spiegel und seh nur eine lachhaft dürre hauthülle. nie wär ich mit dieser masche glücklich geworden. fühlte mich so stark wenn die waage ein halbes kilo weniger zeigte und als die absolute versagerin wenn die zahlen nach oben gingen. gab es stress - ich ess nix. ißt er nix ess ich auch nix. pläne hab ich ständig geschmiedet die an allen ecken und enden noch in paar kalorienchen gespart hätten. eingehalten hab ich sie trotzdem nie. alles nur trotz und machtgeilheit im geiste. euch zeig ichs. die freundin, die mir so oft schon sagte dass sie so um meine freundschaft kämpft... gerade sie hab ich als ansporn benutzt. wie soll ich das je wieder gutmachen. sie, die mich heut so oft angerufen hat. die mir gesagt hat ich soll kämpfen um diese eine liebe... oh mann ich hab so ein schlechtes gewissen. immer stand sie hinter mir, und hat mir kraft geben wollen auf mein herz zu hören ganz egal was der verstand sagt. ein zweite sylvia. wüßte so gern was aus ihr geworden is. aber auch da hatte ich nicht den arsch in der hose dem seltsamen schweigen nachzugehen. feige war das und hab mich wie so oft hinter 'wer weiß was sie hat' versteckt. vielleicht hätte sie meine hilfe gebrauchen können. und wie schien heute die sonne, hab die vorhänge zugemacht. hab das alles nicht ausgehalten. es roch so nach sommer, nach unzähligen erinnerungen. hab sms geschrieben obwohl ich das nicht tun sollte doch jede einzelne war wie ein befreiungsschlag und hab gebetet dass keine einzige von ihr abgefangen wird. und meine emails erst... geheult wie ein schlosshund. warum tut es plötzlich so gut so ganz ohne schutz zu sein... warum darf ich das erst jetzt erleben. will gar nicht wissen was mich das an noch viel tieferen gefühlen gekostet hat. nein ich rauche um auf dem balkon die straße sehen zu können. in der warmen sonne die mich an ganz andere dinge hat denken lasse, grotesk und zigaretten schmecken noch scheußlicher wenn man dabei heulen muss. ich weiß mittlerweile wie sich die gesamte autowelt dieser stadt anhört. kennzeichen erkenn ich bald aus 100 meter entfernung. und doch hilft mir das nicht weiter. die enttäuschung is jedesmal vorprogrammiert.

9.2.08 22:05, kommentieren

konnte nicht aufstehen, hab mich im dusel gelassen und das hirn ausgeschaltet. bis mich weiche knie und mein hämmernder puls aus dem bett getrieben haben... die letzten drei morgende erlebe ich so. aber beide türen waren offen, bleierne stille, die miez saß fragend vorm bett und auf dem balkon niemand der rauchte... turnschuhe anhat und mir so das unheilvolle gefühl bestätigte. aber auch wenn er im kopfe schon längst im neuen leben war... der rest war doch noch da und gab mir das gefühl der 'normalität' der sicherheit und den irrigen glauben 'alles wird gut'. und je häufiger ich ihn umarmte desto bitterer schmeckte dieser glauben. 'ich packe'... mauern waren plötzlich zwischen uns. zwei worte die alles zum platzen brachten. und keine chance ihn aufzuhalten. ein alptraum... wie oft haben wir uns geschüttelt und uns berappelt... ach was schreib ich hier. wenn doch nur, wenn doch nur... trinke kaffee... nur 4 tassen gekocht, hätte wie immer nie und nimmer für uns beide gereicht, ich ewiges sparschwein. der tag liegt vor mir als mein größter feind. lauert mir auf mit erinnerungen, schmerz und unendlicher traurigkeit. in gedanken fahre ich zu ihm, würde dann vorm holztor... mich hinsetzen und warten, warten, warten... bis er mich hochhebt und uns beide dahinbringt wo wir hingehören.

10.2.08 08:01, kommentieren

und wieder hab ich ihm schreiben müssen, sms, emails... gehofft und innerlich gebettelt dass er sie liest, so wie sie reinkamen und nicht erst alle zusammen an einem stück innerhalb weniger minuten und wieder zu... abgehakt. nein das ist gott sei dank nicht passiert und er hat geantwortet. mit herzklopfen hab ich die mails aufgemacht und sie so oft gelesen. hab in jedem seiner worte und formulierungen nur hoffnung gesucht und mich an jedes kleine detail geklammert. die letzte hatte mir wieder den boden weggezogen... sah ihn nur noch mit dem rücken zu mir auf einem weg auf dem ich nicht mehr dabei sein konnte. bin ich egoistisch? warum lass ich ihn nicht gehen? wenn er doch so seinen frieden vielleicht hätte finden können? nein hab ihn angerufen... noch nie hab ich das so aus dem affekt heraus getan, an einem sonntag auch noch gewagt. war mir alles egal. ich konnte nicht anders. seine stimme... kanns nicht beschreiben. so vertraut und doch die angst in den knochen er könne weiter von mir weg sein als ich ihn noch greifen kann. gebettelt hab ich dass er wiederkommt. kein treffen, kein gemeinsames essen, nein wiederkommen mit haut und haar. hätte ich das mit meinem falschen, dummen stolz hinbekommen? niemals. jedes atmen, jedes wort und jeder tonfall hat mich auf die achterbahn geschickt, und ich kann doch keine fahren ohne dass mir schlecht wird. ihm versprechen abgerungen... lang, zu lang vielleicht war die pause bis zur antwort. die angst ihn erpresst zu haben geht nich weg... keine antwort seitdem. ich fordere unmögliches von ihm. dessen bin ich mir bewußt.

10.2.08 18:13, kommentieren

betäubt und doch so voller glück. und noch immer die angst in den knochen... ich könnte mich verlesen, nur aus der verzweiflung heraus in den zeilen die hoffnung auf ein ende gefiltern zu haben. meine antworten nur ein schöner traum der nie mehr in erfüllung gehen sollte. nein... da ist tatsächlich licht... so viel licht. trau meinen eigenen worten nicht... kann ich das wirklich schreiben, ist das wirklich so? kneif mich doch jemand. darf ich tatsächlich mein land bebauen... an seiner seite? soll ich das wirklich verdient haben? stürze ihn wieder in den strudel... das tut mir so weh. er wollte zur ruhe kommen und nicht mehr kämpfen müssen, gleichzeitig an allen fronten. und ich zerreiße ihm alles. aber ich konnte nicht anders. mein herz wollte es so. nie hat es so rebelliert und getobt wie ein kleines kind das die welt nicht mehr versteht. neuland auch hier. mit der guten seele telefoniert... ihr fiele ein stein vom herzen sagt sie und wär so stolz auf mich... sie kennt ein paar hintergründe aber noch nicht alle. trau meinem glück noch immer nicht ganz... aber hoffe auf einen anderen morgen... ohne keulen und rasenden puls.

10.2.08 21:49, kommentieren

auf dem teppich bin ich eingeschlafen gestern, zusammen mit miez und kishon. hab meine bisher liebste geschichte rausgekramt... über die werd ich mein leben lang immer lachen können. und auch gestern hat das funktioniert. ein paar minuten lang die welt vergessen - tat gut. kein kaffee mehr im haus, hab mir eben nen espresso gekocht... ja in der tat wieder gekocht... und die miez... hat ihr frühstück nicht drinbehalten wollen. natürlich bin ich wieder hektisch aufgestanden, mit herzklopfen aufs handy gesehen... nichts. keine nachricht is immer noch besser als eine die mir alles kaputtmacht. aber was schreib ich hier. diese mails gestern abend hat es wirklich gegeben... ich kanns bloß noch immer nicht glauben. zu groß war die angst ich hätte ihn verloren.

11.2.08 08:27, kommentieren